Krankensalbung

 
Die Krankensalbung: Sakrament der Stärkung und des Trostes
Die Krankensalbung ist ein Zeichen der Nähe Gottes in Zeiten von Krankheit, Schwäche und Krise. Sie soll dem kranken Menschen neue Kraft, Zuversicht und inneren Frieden schenken.
Ein Sakrament für das Leben – Nicht nur für die letzte Stunde
Entgegen dem alten Begriff der „Letzten Ölung“ ist die Krankensalbung kein reines Sterbesakrament. Sie wendet sich ausdrücklich an Lebende, die mit gesundheitlichen oder seelischen Belastungen zu kämpfen haben. Daher kann das Sakrament im Leben auch mehrfach empfangen werden.
Wann ist der Empfang sinnvoll?
  • Bei schweren Erkrankungen: Sowohl bei akuten als auch bei chronischen körperlichen Leiden.
  • Vor Operationen: Um mit Gottes Segen und innerer Ruhe in einen medizinischen Eingriff zu gehen.
  • In seelischen Krisen: Bei schweren psychischen Belastungen oder Altersbeschwerden.
  • In der letzten Lebensphase: Als Begleitung und Stärkung auf dem Weg des Abschieds.
Wie läuft die Feier ab?
Die Krankensalbung wird von einem Priester gespendet. Sie kann zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes gefeiert werden.
 
  1. Gebet und Wort Gottes: Gemeinsames Hören auf tröstende Worte aus der Bibel und Fürbitten.
  2. Handauflegung: Der Priester legt dem Kranken im Stillen die Hände auf als Zeichen des Schutzes und des Segens.
  3. Salbung: Stirn und Hände des Kranken werden mit heiligem Öl (Krankenöl) gesalbt. Dazu spricht der Priester: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen ...“